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Die Auslandskrankenversicherung
Worum es geht
Die Auslandskrankenversicherung macht vor allem dann Sinn, wenn man sich im Ausland aufhält. Es ist zwar so, dass Deutschland mit vielen Ländern ein so genanntes Sozialversicherungsabkommen hat. Das heißt, in diesen Ländern muss eine Behandlung ohne Probleme möglich sein. Schlecht wird es immer dann, wenn man in einem Land ist, mit dem es dieses Abkommen nicht gibt. Dann ist in jedem Fall die Auslandsreise-Krankenversicherung enorm wichtig.
Aber nicht nur dann. Denn allgemein rät man zum Abschluss einer solchen Versicherung. Der Grund: mit vergleichsweise geringen Beiträgen hat man einen optimalen Schutz. Egal wo man ist. Ohne Schutz kann das alles ganz schön teuer werden. Wer möchte schon Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlen? Oder einen eventuell notwendigen Krankentransport vom Ausland nach Deutschland? Gerade die Frage nach einem Krankentransport ist immer mehr als heikel, denn viele Krankenkassen verweigern hier standhaft eine Kostenübernahme (auch bei Transporten aus Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht).
Das gute an der Geschichte ist übrigens, dass die zurückliegenden Testergebnisse verschiedener Organisationen für Auslandskrankenversicherungen immer besser wurden und zuletzt auf breiter Basis mit gut bis befriedigend bezeichnet wurden. Also ist da scheinbar alles im grünen Bereich.
Eine Auslandskrankenversicherung deckt meistens Kosten akut auftretender Krankheiten, Operationen, notwendigen Arznei- und Heilmitteln, Zahnbehandlungen oder einen medizinisch notwendigen Rücktransport aus dem Urlaubsland ab. Standardpolicen decken meist einen Zeitraum von sechs Wochen ab. Wer länger als ein Jahr im Ausland ist, der muss normalerweise eine andere Police wählen.
Was man beachten sollte
- Wer viel im Ausland ist, für den könnte sich ein Jahresvertrag lohnen. Am besten gegenrechnen, was mehrere Kurzverträge im Vergleich kosten würden.
- Die Bedingungen für Einzelpersonen unterscheiden sich zu denen für Familien. Einzelverträge können praktisch nie mit Mehrpersonenverträgen verglichen werden. Wer gute Konditionen für Singles vorhält, muss nicht zwangsläufig auch günstige Policen für Familien anbieten.
- Im Fall der Fälle sollte man immer die Notfallrufnummer der Versicherer zur Hand haben. Einschränkend muss man hier jedoch festhalten, dass gerade diese Kontakte bei Tests mehr als schlecht abgeschnitten haben. Aber es hilft ja nichts.
- Augen auf bei der Arztwahl, denn nicht immer hat man freie Arztwahl! Das sollte man sich deshalb grundsätzlich vor Reisebeginn schriftlich vom Versicherer bestätigen lassen.
- Wer schon eine Jahrespolice besitzt, aber nun von besseren Konditionen etwas haben will, der kann im Normalfall seinen Versicherer um eine Vertragsänderung bitten. Ansonsten kann man den Vertrag auch mit einer Frist von normalerweise drei Monaten zum Laufzeitende kündigen und dann zu einem anderen Anbieter wechseln.